Im Kanton Bern sind immer mehr Kinder auf besondere Förderung angewiesen. Warum die Sonderschulen aus allen Nähten platzen und was Integration in der Regelschule bewirken kann.
Immer mehr Schulkinder im Kanton Bern brauchen besondere Bildung und Betreuung. Diagnosen aus dem Autismus-Spektrum haben in den letzten Jahren massiv zugenommen. Fachleute schätzen, dass heute rund eines von 80 Kindern von einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) betroffen ist.
Zwischen 2022 und 2025 wurden im Kanton Bern allein 150 neue Sonderschulklassen eröffnet. Und diese platzen aus allen Nähten. Die Kosten für die Sonderschulung sind regelrecht explodiert und von 218 auf 375 Millionen Franken gestiegen.
Wie konnte es dazu kommen, dass die Sonderschulen so am Anschlag sind? Warum gibt es plötzlich so viele Diagnosen im Autismus-Spektrum?
Wann ist es sinnvoll, ein Kind mit besonderen Bedürfnissen in der Regelschule integrativ zu fördern, und wann ist eine Sonderschule der richtige Ort? Und was wird zurzeit auf politischer Ebene unternommen, um die Sonderschulung im Kanton Bern zu entlasten?
In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» berichtet Marco Zysset, Redaktor aus dem Ressort Thun Oberland, über seine Recherche zu den Sonderschulen im Kanton Bern. Er hat unter anderem die Nathalie-Stiftung an ihrem Hauptstandort in Gümligen besucht und mit der Bildungsforscherin Caroline Sahli Lozano von der PH Bern über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur integrativen Schule – im Vergleich zur separativen – gesprochen.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Marco Zysset
Redaktionelle Mitarbeit: Jessica King
Artikel zu den Sonderschulen im Kanton Bern